Aktivitäten des Förderkreis Christiansenpark e.V.

Der Verein hat sich am 17.08.1997 konstituiert und ist in das Vereinsregister eingetragen worden. Die Ge­meinnützigkeit ist vom Finanzamt Flensburg mit Schreiben vom 13.11.1997 an­erkannt worden (Steuernummer: 15 290 F 890, Förderung der Erhaltung von Kultur­werten sowie der Heimatpflege).

Seit September 1997 hat der Verein das Kutscherhaus im Christiansenpark mietfrei von der Stadt Flensburg zum Aufbau eines „Informationszentrums Christiansenpark“ erhalten. Die Neben- und Heizkosten trägt der Verein. Die Betreuung dieses Hauses und der Ausbau einer Ausstellung wird von den Mitgliedern ehrenamtlich vor­genommen. Die vielfältigen Kosten erhoffen wir auf Spendenbasis und durch Zu­schüsse zu erwirtschaften.

Ein erster Erfolg unserer Tätigkeit war die Veranstaltungsreihe „200 Jahre Christian­senpark“ im September 1997. Die sonntägliche Öffnung des Kutscherhauses bis Ende Oktober wurde gut angenommen. Vereinsmitglieder gaben Erläuterungen und Auskunft zum Christiansenpark.

Im Jahr 1998 lief eine ähnliche Veranstaltungsreihe, um den kulturhistorischen Wert und die Bedeutung des Christiansenparks herauszustellen.

Der besondere Zuspruch bei den Führungen anlässlich des Tages des offenen Denkmals 1998 (> 250 Personen) stärkte uns auf dem eingeschlagenen Weg.

Vergleichbare Aktivitäten konnten von 1999 bis einschließlich 2006 entwickelt werden. Besondere Attraktionen stellten wiederum das Konzert am Vorabend des Tages des offenen Denkmals, Vorträge und die Führungen dar. In 2000 bis ein­schließlich 2006 bildete der herausragende Schwerpunkt der „Alte Friedhof“ mit dem Hintergrund der baulichen Sanierung und Nutzungskonzeption der Kapelle und der kulturhistorischen und sanierungskonzeptionellen Kartierung der Grabmale.

Im September 2003 konnte erstmalig in Flensburg der „Tag des Friedhofes“ durch­geführt werden.

 

Eine Aktivität besonderer Art stellen unsere ein- oder viertägigen Fach-Exkursionen dar:

  • 1996 - Wörlitz-Dessauer Gartenreich
  • 1998 - Parkanlagen in Angeln
  • 1999 - Pückler´sche Gärten (Muskau und Branitz)
  • 2000 - Potsdam, Ludwigslust und Rheinsberg
  • 2001 - Weimar
  • 2002 - Parkanlagen im Nordosten von Hamburg
  • 2002 - Bayreuth, Würzburg und Bamberg
  • 2003 - Oldenburg / Ostfriesland
  • 2004 - Gottorf, Louisenlund und Hohenstein
  • 2004 - Dresden
  • 2005 - Gottorf, Louisenlund und Hohenstein
  • 2005 - Mecklenburgische Schweiz (Groß Plasten)
  • 2006 - Gartenreich Dessau-Wörlitz (Jubiläumsfahrt)
  • 2007 - Berlin-Mitte (Gründungsfahrt)
  • 2008 - Münsterland
  • 2009 - Vorpommern und Insel Rügen
  • 2010 - „Weltkulturerbe“ Parkanlagen Kassel
  • 2011 - „Schwetzingen – Kurpfalz“
  • 2012 - ausgefallen
  • 2013 - Pückler'sche Gärten in Muskau (Weltkulturerbe) und Branitz, Schloss Fürstlich Drehna, Schloss Caputh

 

Einen leuchtenden Stern am Vereinshimmel setzte das Jahr 2005: Auf Vereins­initiative konnte in Kooperation mit dem Museumsberg Flensburg die Ausstellung „Historische Gärten in Schleswig-Holstein“ vom 18.09.2005 bis 23.10.2005 nach Flensburg geholt werden. Die vorangehende Landestagung „Historische Gärten und deren touristischen Potentiale“ mit über 70 Teilnehmern und einem Abendempfang in der Bundsenkapelle am 16.10.2005 hat die Bedeutung unserer Flensburger Anlagen und unsere Vereinstätigkeit herausgehoben.

In 2005 konnte ebenfalls die Restaurierung des Mausoleums Anthon auf dem Fried­hof Friedenshügel in Angriff genommen werden.

In 2006 stand das Spiegelkabinett / die Spiegelgrotte im Rampenlicht.

Am 18. August 2007 konnte der Verein im Rahmen einer gutbesuchten „Geburtstagsfeier“ auf sein 10-jähriges Bestehen zurückblicken.

Informationsstelen am Alten Friedhof und im Christiansenpark zeugen zwischenzeitlich von unserem Engagement.

Die Öffnungen des „Informationszentrums Christiansenpark“ wurden wegen unzureichenden Zuspruchs eingestellt. Demgegenüber finden die angebotenen Spaziergänge und Führungen über die Flensburger Friedhöfe und den Christiansenpark zunehmend Anklang und Nachfrage. Damit hat sich das ursprüngliche Konzept gewandelt und an die Gegebenheiten angepasst.

Die Eigentumsübertragung des Alten Friedhofes und des Christiansenparkes auf die Anstalt des Öffentlichen Rechts (AöR) „Flensburger Friedhöfe“ zeigt nunmehr in der Zusammenarbeit Früchte. Die pflegerischen Arbeiten dieser Grünflächen werden in enger Abstimung vorgenommen. Die Unterhaltung der Anlagen ist in einem zukunftsträchtigen Zustand.

Das Naturwissenschaftliche Museum hat seit 2005 das „Gotische Wirtschafts­gebäude“ zu einem „EISZEITHAUS“ im Inneren umgewandelt und dieses somit ergänzend und fördernd für die Parkanlage in Nutzung gebracht. Auch hier steht ein neu gegründeter Förderverein hinter diesen Aktivitäten. Die Zusammenarbeit beider Institutionen ist ausbaufähig

In 2008 ist die Sanierung des weltweit einzigartigen landschaftlichen Ge­staltungselements „Spiegelgrotte“ mit einem Finanzvolumen von rd. 110.000,00 € begonnen worden. Die Sanierung lief mit unserer intensiven Werbungsarbeit seit September 2008 bis September 2009. Der Verein hat hierzu auch mit einem Drittel der Kosten beigetragen!

Der Festakt zum Beginn der Sanierung am 14.09.2008 – TAG DES OFFENEN DENKMALS 2008 – hatte einen bestätigenden Zuspruch hervorgerufen. Die Resonanz in der Tagespresse war unterstützend.

Der besondere Festakt zur Vorstellung der nunmehr restaurierten Spiegelgrotte am Vorabend des Tages des „Offenen Denkmals“ 2009 am 12.09.09 war mit über 250 Teilnehmern ein beachtliches, würdiges und feierliches Ereignis. Der folgende Tag zog fast 1.000 Interessierte auf die Westliche Höhe, um das geistig-philosophische Element der auslaufenden Zeit der Westindienfahrt mit der damit verbundenen Blütezeit Flensburgs zu würdigen.

Beide Tage stellten weitere Lichter am Vereins-Sternenhimmel dar.

Neben den im Sommerhalbjahr angebotenen terminlich ausgewiesenen Spaziergängen über die Flensburger Friedhöfe und die Anlagen der westlichen Höhe bildete der TAG DES OFFENEN DENKMALS 2010 einen von mehreren hundert Kulturbegeisterten besuchten Anziehungspunkt.

Vergleichbare Angebote fanden in 2011 und 2012 eine zahlreiche Besucherschar.

Am Vortag des Offenen Denkmals am 10.09.2011 konnte mit überwältigender Teilnehmerzahl der renovierte Idstedt-Löwe auf seinem neuen Sockel an dem Ursprungsstandort auf dem Alten Friedhof eingeweit werden. Prinz Joachim von Dänemark konnte als Ehrengast diesen Akt vornehmen.

In 2012 wurde zusammen mit dem Freundeskreis des Naturwissenschaftlichen Museums im Juni das erste Parkfest gefeiert, das leider wegen Regens "ins Wasser" fiel.

Das gemeinsame Parkfest in 2013 zog eine Vielzahl von Besuchern in den Park bei diesmal gutem Wetter.

Der Alte Friedhof als zu damaliger Zeit Neuer Begräbnisplatz der Stadt Flensburg konnte am 25.06.2013 auf sein 200-jähriges Bestehen zurückblicken. Dieses Jubiläum wurde am 23.06.2013 mit der Vorstellung des Buches "Ein schöner Garten Gottes - 200 Jahre Alter Friedhof -" in der Bundsenkapelle mit über 150 interessierten Besuchern feierlich begangen. In enger Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte konnte damit durch Initiative des Förderkreises ein besonderes Geschichts-Werk über diesen Friedhof herausgegeben werden.

Der Tag des Offenen Denkmals 2013 lief in der Vorbereitung und Durchführung wie bisher. Die kleine Fernsehberichterstattung über dieses Ereignis im Schleswig-Holstein Magazin auf NDR 3 am Vortag rief viele Interessierte zum Besuch des Spiegelkabinetts und der Bundsenkapelle auf. So kamen schätzungsweise über 400 Personen in diesen Teil des Parks und des Friedhofes. Ein beachtlicher Erfolg für den Förderkreis und damit für unsere Fördestadt!

Im Ablauf des Jahres 2013 fanden in der Bundsenkapelle ein Konzert, zwei Lesungen, zwei Andachten, ein Empfang und eine Buchvorstellung statt.